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Therapie: Fördermöglichkeiten
Es gibt kein einheitliches Konzept von Legasthenietraining / Lerntherapie. Insbesondere unterscheidet sich das Training aber von Nachhilfe darin, dass es eine ganzheitliche Förderung ist, d.h. es wird nicht nur am aktuell rückständigen Lerninhalt gearbeitet, sondern auch in anderen Bereichen, z.B. im Bereich
- der Wahrnehmung (Hören, Sehen, Bewegung),
- der Aufmerksamkeit und Konzentration,
- der Sprache
- des Selbstwertgefühls.
Zudem orientieren sich die Förderinhalte nicht unbedingt an den Lerninhalten des Schulunterrichts, sondern am derzeitigen Lernstand des Kindes. Es wird sich an den Fähigkeiten des Kindes orientiert, um es nicht zu überfordern und Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Die Übungen setzen sozusagen an der “Null-Fehler-Grenze” des Kindes an.
Des Weiteren werden möglichst alle an der Lernsituation des Kindes beteiligten Personen mit einbezogen. Dies sind im Allgemeinen: das Kind selbst, die Familie (Eltern), die Lehrkräfte (sofern von den Eltern gewünscht). Gegebenenfalls besteht auch Kontakt zu Ärzten und anderen therapeutischen Fachkräften (Logopäden, Ergotherapeuten, Psychotherapeuten,...), um weitere Hintergründe zu erfahren und Schritte abzustimmen.
Im Allgemeinen sollte Legasthenietraining eine Einzel- oder Kleinstgruppenförderung (2 Kinder) sein, um den individuellen Schwierigkeiten jedes Kindes gerecht zu werden. Es gibt auch Förderung von bis zu 4 Kindern in einer Gruppe, dann ist aber darauf zu achten, dass die Kinder einen ähnlichen Lernstand haben und gut zusammen arbeiten können. Eine Lerntherapie dauert im Durchschnitt 2 Jahre.
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